Dear Padruga

bestanden von 1992 bis 1995.

Ich hatte angefangen neue Songs aufzunehmen und suchte nach Leuten, denen das gefallen würde und die als Band mit mir auftreten wollten. So traf ich über eine Anzeige auf die Band, in der Marco Wasem zu der Zeit Gitarre spielte. Wir trafen uns in ihrem Übungsraum und spielten uns gegenseitig unsere Demos vor. Die Begeisterung war auf beiden Seiten verhalten, Marcos Band suchte eigentlich nur nach einem Sänger, der ihre Stücke singen würde, ich nach einer Band, mit der ich meine Songs spielen könnte. Wir verabschiedeten uns höflich und Marco bot mir an, mich nach Hause zu fahren.

Auf der Fahrt in seinem Trabbi von Schöneberg nach Wedding sagte er mir dann, dass er gerne bei der zu der Zeit noch namenslosen Band einsteigen würde, die ab diesem Zeitpunkt aus mir und ihm bestand. So verbrachte er also sein Equipment in unseren Übungsraum im Keller das ACUD in Berlin-Mitte und wir nahmen weiter gemeinsam auf meinem für 900 DM erstandenen 4-Spur-Kassettenrecorder auf und fingen an, nach einem Bassisten zu suchen.

Melden tat sich daraufhin Steve Chapman, ein nach Berlin gezogener Engländer, der sich nie richtig zwischen Theaterspielen und Bass spielen entscheiden konnte. Das passte irgendwie perfekt zu uns. Nun fehlte nur noch ein echter Drummer, denn der gute alte HR-16 war kein wirklicher Partymacher.

Zu der Zeit gab es noch das "Parocktikum" eine Radiosendung, die lokale Bands spielte und von Lutz Schramm moderiert wurde. Wir schickten ihm eine Version von "Faster" mit Drumcomputer, er spielte sie und schon bald darauf meldete sich der wirklich gute Trommler Martin König bei uns.

DEAR PADRUGA war komplett. Wie der Bandname waren wir zur Hälfte aus dem Westen und zur Hälfte aus dem Osten. Wir hatten uns eine Menge darüber zu erzählen, wie wir so aufgewachsen waren und wurden musikalisch wie auch menschlich immer mehr zu einer Einheit. Wir nahmen gemeinsam unser erstes 16 Spur-Demo bei den Eggmen Five auf (12 Songs in 2,5 Tagen inklusive Mischen) und feierten das Ergebnis gebührend.



Wir hatten ab diesem Zeitpunkt viele Auftritte in Berlin, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich Steve endgültig für Theater- und gegen Bandproben entschied.

Ab 1993 war Olli Wald unser neuer Bassist. Viele weitere Auftritte folgten, bis Marco uns mitteilte, dass er in seine Heimatstadt Stendal zurückgehen würde. Das war besonders für mich sehr traurig, da er neben einem guten Gitarristen ein sehr guter Freund war.

Wir machten jedoch noch ein ca. 1 jahr mit Andreas Klein an der Lead-Gitarre weiter und spielten dabei unter anderem im Knast in Moabit. 1995 war DEAR PADRUGA dann Geschichte.


DEAR PADRUGA:

Marco Wasem - guit
Martin König - drums
Steve Chapman - Bass
Stefan Wruck _ guit, vocs

Oliver Wald - Bass
Andreas Klein - guit

Hier sind drei Songs von Dear Padruga:

"Dear Padruga" Text in Popup

"JFK" Text in Popup

"Until you touch it" - Musik: Wald/Wruck Text in Popup